Jenseits von der Basis

2-3-1024x683 (1)Mai 2020. Während Selbstständige immer noch um ihre blanke Existenz bangen, Arbeitnehmer nach wie vor mit Kurzarbeit zu kämpfen haben und noch immer so mancher Alltagsheld vom Paketboten bis hin zum Altenpfleger auf dem Zahnfleisch geht, versucht der Profifußball die Maschinerie des Spielbetriebs hochzufahren – allen Widerständen zum Trotze. Und diese Widerstände sind mannigfaltig, sie kommen aus allen Ecken der Gesellschaft. Wen wundert es? Wie will man einem Einzelunternehmer auch erklären, warum er die Füße stillzuhalten hat, während DFB und DFL in ihrem Wirkungsbereich den Neustart verkünden?
Die Beletage des deutschen Fußballgeschäftes bemüht sich nicht sonderlich ums Erklären, um den Neustart dafür umso mehr. Wie oft schon waren wir Fußballfans im Glauben, dass sich die Schere zwischen dem „Milliardengeschäft Profifußball“ und dem eigentlichen Sport gar nicht weiter öffnen kann?
Die Coronakrise lehrte uns den banalen Spruch „schlimmer geht immer“ völlig neu zu denken. Während die Fußballschuhe von hunderttausenden Freizeitkickern vernünftigerweise von einer Staubschicht bedeckt werden, müssen die Profis hingegen auf den Platz. In Liga 1 und 2 ist der Re-Start bereits beschlossen, in unserer 3. Liga scheint dies nur eine Frage der Zeit zu sein.

WIR SPRECHEN UNS WEITERHIN KLAR GEGEN DIE GEPLANTE WIEDERAUFNAHME DES SPIELBETRIEBS AUS!

Es ist erschreckend, wie sorglos sich die Verantwortlichen im Hinblick positiver Tests bei mehreren Profivereinen geben. Dann spielt halt Club x erst einmal nicht, den restlichen Spielplan kann man ja durchziehen. Weil man ja den Vereinen ein kostspieliges Hygienekonzept aufdrückt, hat man in Sachen Prävention seine Pflicht getan. Im gänzlich kontaktlosen Fußballsport wird es schon nicht zu allzu vielen Neuinfektionen kommen. Hauptsache der Ball und der Rubel rollen!
Da möge doch die Frage erlaubt sein, ob uns die gnädigen Herren von DFB und DFL verarschen wollen. Die gesundheitliche Unversehrtheit der aktiven Sportler sowie aller anderen Beteiligten (Betreuer, Trainer etc.) sowie deren Angehöriger gerät gegenüber dem Faktor Geld in den Hintergrund. Was hat das mit sozialer Verantwortung zu tun? Da lässt man die Spieler lieber einen Haftungsausschluss unterschreiben, für den Fall, dass das eigene Hygienekonzept nicht für 100% Sicherheit sorgt. Welch immensen Ressourcen das besagte Konzept verschlingt, liegt auf der Hand. Zehntausende Testeinheiten sollen nun für einen vermeintlich sicheren Spielbetrieb sorgen, anstatt an Orten zum Einsatz zu kommen, wo es um nicht weniger als den Erhalt von Menschenleben (Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen) geht. Das gesamte Leben eines jeden Einzelnen war über Wochen hinweg von massiven Einschnitten geprägt. Viele dieser Corona-Verordnungen haben nach wie vor Gültigkeit. Die Wiederaufnahme des Spielbetriebs in den oberen Ligen tangiert dies nicht. Mit welchem Recht soll der Profifußball eine solche Sonderstellung genießen dürfen? Noch dazu, wenn er aufgrund des Ausschlusses der Fans nur noch den finanziellen Interessen eines kleinen Personenkreises zugute kommt?
Die Tendenz weg vom Stadiongänger hin zum zahlenden TV-Konsumenten ist uns bereits in der Problematik der Montagsspiele sauer aufgestoßen. Geschlossene Stadien trotz stattfindender, im Fernsehen übertragener Spiele – ein nicht unerheblicher Risikofaktor für Infektionen, wenn die ausgehungerten Fußballfans auf die Idee kommen, gemeinsam vor dem Fernseher dem geliebten Kick zu frönen. Dann ist der Fußball dort, wo er nicht hingehört – hinter verschlossenen Türen, fernab seiner Basis – den Fans, die ihn lieben.

Ungeachtet der wichtigen sozialen Komponente wirft eine Weiterführung der Saison auch für beteiligte Vereine wie unseren HFC viele Fragen auf. Die von HFC-Präsident Jens Rauschenbach besagten Spiele „…auf dem Mond oder in Weißrussland…“ wirken auf den ersten Blick amüsant, sind auf den zweiten aber keineswegs zum Schmunzeln. Was den betroffenen Vereinen auferlegt wird, grenzt an Unzumutbarkeit, ganz abgesehen davon, wie verschieden die Voraussetzungen für die einzelnen Vereine sind. Aufgrund behördlicher Auflagen kommt dann für den einen oder anderen noch ein Umzug mit auf die „Corona-Agenda“. Hohe situationsbedingte Mehrkosten bei zeitgleich ausfallenden Zuschauereinnahmen sind die Folge.
Welche finanziellen Hürden dies nach sich zieht, haben die Vereine, welche sich neben unserem HFC bereits öffentlich gegen eine Weiterführung dieser Spielzeit positioniert haben, klar erläutert. Nun wurden jüngst mehrere Stimmen laut, welche die erpresserische Ader des DFB zur Schau stellen. Das man ernsthaft einen Ministerpäsidenten unter Druck setzt und im gleichen Atemzug Clubs mit Lizenzentzug droht, obwohl diese aufgrund behördlicher Auflagen gar nicht selbst über ihr Vorgehen während der Pandemie entscheiden können, ist an Perversität kaum zu überbieten!

Der Verband, der sonst in der Öffentlichkeit so viel Wert auf Chancengleichheit, Fairness und ein gesundes Miteinander legt, tritt für satte Millionen all diese Werte mit Füßen, anstatt dieser Tage mit Zurückhaltung, Solidarität und verantwortungsbewusstem Handeln für positive Ausrufezeichen zu sorgen.
In dieser schwierigen Zeit hat es der Profifußball schlichtweg verschlafen, ohne große Medienkampagnen echte Werbung für sich selbst zu machen. Stattdessen offenbart sich nur immer deutlicher, wie krank das von der Devise „höher, schneller, weiter“ getriebene System geworden ist. Wir rufen JEDEN Fußballfan dazu auf, sich bewusst gegen diesen Irrsinn zu stellen!
Es ist an der Zeit, den Verbänden deutlich aufzuzeigen, dass der sprichwörtliche Bogen längst überspannt ist.

Bei dieser Gelegenheit möchten wir auch alle HFC-Fans bitten, auf eventuelle Rückerstattung von Eintrittspreisen für Dauer- und Tageskarten zu verzichten. Lasst die Kohle bei unserem HFC damit dieser nicht zusätzlich finanziell geschwächt wird. NUR ZUSAMMEN- das bedeutet gelebte Solidarität, gerade wenn es brenzlig wird!

Wir sind der HFC, der Club, der jede Krise meistert!

Saalefront-Ultras im Namen der Ultraszene
HFC-FANKURVENRAT
Bündnis aktiver HFC-Mitglieder

MITEINANDER statt übereinander!

NUR ZUSAMMEN!Mit dem 6:1 in München sind wir am absoluten Tiefpunkt der Saison angekommen. Es schwirrte allen Beteiligten nur noch ein Gedanke im Kopf herum: Es muss was passieren. Seitdem liefen die Drähte heiß. Vorständler, Leute aus dem Verwaltungsrat, sogar Spieler meldeten sich bei den Mitgliedern und Fans um getreu dem Slogan NUR ZUSAMMEN die aktuelle Situation zu beratschlagen. Es gab eine Krisensitzung der Gremien des Vereins. Am Schluss stand die Entscheidung, dass unser Trainer Torsten Ziegner weiter im Amt bleibt. Doch schon im Vorfeld brodelte die Gerüchteküche. In unzähligen Beiträgen in den sozialen Medien, Chats und Fanforen wurden sich die Finger wund geschrieben, teilweise übelste Gerüchte heraufbeschworen, fernab von jeglicher Sachlichkeit. Damit soll Schluss sein! Deshalb laden die Ultraszene, die Fanclubs des HFC-FANKURVENRAT, das BÜNDNIS AKTIVER HFC-MITGLIEDER und die 1. Männermannschaft des HFC alle HFC-Mitglieder und Fans zu einem Treffen ein! Am Freitag 18:00 Uhr soll im Club Nr. 12 MITEINANDER anstatt Übereinander gesprochen werden. Es muss nun endlich mal genug sein mit den selbstzerfleischenden Kommentaren überall! Wir müssen am Sonntag gegen Unterhaching (und darüber hinaus) getreu dem Motto NUR ZUSAMMEN alle an einem Strang ziehen! Deshalb schaltet die moderne Kommunikationstechnik aus und kommt vorbei, um im realen Leben gemeinsam die Dinge anzusprechen die uns zur Stunde alle bewegen.
NUR ZUSAMMEN!

Saalefront-Ultras & Sektion 19
HFC-FANKURVENRAT
BÜNDNIS AKTIVER HFC-MITGLIEDER

Zum Schluss möchten wir noch darauf hinweisen, dass die Veranstaltung für alle HFC-Mitglieder und Fans offen ist, Pressevertreter jedoch nicht erwünscht sind!

HFC-FANKURVE spendet 1966.-€

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Zum letzten Heimspiel des Jahres 2019 veranstalteten die Ultraszene und Fanclubs der HFC-FANKURVE sowie das neue Fanprojekt wieder einen HFC-FANKURVE WEIHNACHTSMARKT. Durch die Wichtellose, Verkauf von Glühwein, Kräppelchen, Waffeln und sonstige Speisen wurde ein Gewinn von 1840.-€ erzielt. Die Saalefront Ultras rundeten den Betrag auf 1966.-€ auf. Die stolze Summe wurde durch Vertreter der Fanclubs sowie dem Fanprojekt dem Kinderplaneten übergeben. Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen beteiligten HFC-Fans für das Erreichen dieser stolzen Summe!
HFC-FANKURVENRAT
im Namen der HFC-Fanclubs

Stellungnahme zum Choreoverbot in Mannheim!

Am Samstag gastiert der Hallesche FC nach fast 28 Jahren wieder in Mannheim! Ein Highlight im Spielplan der Saison. So rollt auch wieder ein randvoller HFC-FANKURVEN EXPRESS in den Südwesten der Republik. Die Vorfreude auf dieses Spiel war bisher in sämtlichen Kreisen der HFC-Fanszene spürbar. „Vorfreude ist die schönste Freude“ sagt ein altes Sprichwort nicht umsonst. Diese positive Grundstimmung scheint der SV Waldhof Mannheim jedoch zerstören zu wollen, indem er uns als Fans einzuschränken versucht. Die Offiziellen des SV Waldhof haben ein Verbot für Choreografien ausgesprochen, sowohl für die Heimseite, wie auch für den Gästebereich. Die Begründung: Beim letzten Heimspiel des SV gegen Hansa Rostock kam es zum Einsatz von Pyrotechnik und einem Angriff auf einen Polizisten. Uns ist es unverständlich, wieso wir als HFC -Fans für etwaige Verfehlungen von anderen Fans büßen sollen. Was können wir dafür? Wieso werden wir in die Haftung genommen? Oder anders gefragt: Was kann die Gesamtheit an Fans für das vermeintliche Fehlverhalten einzelner? Wer glaubt, dass solche Kollektivstrafen das Zünden pyrotechnischer Erzeugnisse zu 100 Prozent ausschließen, der ist auf einem Holzweg. Ebensowenig wird ein Verbot von Materialien Angriffe auf Sicherheitskräfte einschränken, im Gegenteil führt es eher zu Auseinandersetzungen an den Einlässen was unzählige Beispiele in der Vergangenheit gezeigt haben! An dieser Stelle verweisen wir auf die ausführliche Stellungnahme des Pro Waldhof e.V. , welcher ebenfalls die Sinnhaftigkeit des Choreoverbots anzweifelt. Selbst ohne Choreografien kam es in Mannheim, Halle und in anderen deutschen Stadien schon zu zahlreichen Pyroshows. Interessant ist wohlgemerkt, dass uns aufgrund der Ereignisse der letzten Woche Trauerbekundungen in Form einer Choreo erlaubt wurden. Hier scheint man „von oben“ festlegen zu wollen, was wir als Fans zu zeigen haben und was eben nicht. Wieso ist eine Trauerchoreo erlaubt und eine „normale“ Choreo nicht? Hat man dort einfach nur Angst vor „schlechter“ Presse? Wir als HFC-FANKURVENRAT sprechen uns klar gegen dieses Choreoverbot des SV Waldhof Mannheim aus! Choreografien sind ein fester Bestandteil der Fankultur und dürfen nicht als „erzieherische“ Maßnahme herhalten! Wir fordern den SV Waldhof Mannheim auf dieses Choreoverbot vollumfänglich aufzuheben um die positive Stimmung nicht ins Gegenteil zu wandeln! Für ein Fußballfest mit freien Kurven!

HFC-FANKURVENRAT
im Namen der HFC-Fanclubs

HFC-FANKURVEN EXPRESS rollt nach Mannheim

Alle Abteile aus dem HFC-FANKURVEN EXPRESS nach Karlsruhe können ihre Abteile bis Mittwoch 18.09.19 unter info@hfc-fankurve.de reservieren. Die Bezahlung der Abteile muss bis Mittwoch erfolgen.

Ebenfalls muss nach dem Münsterspiel anhand der verkauften Fahrscheine entschieden werden ob der HFC-FANKURVEN EXPRESS auch wirklich rollt. Also zum Heimspiel gegen Münster eure Fahrscheine sichern!

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MONTAGSSPIELE ABSCHAFFEN!

1-4-1024x683 (1)Der HFC-Spielplan stellt uns in diesen Tagen gleich doppelt vor die Problematik der fanunfreundlichen Anstoßzeit. Nicht nur zum Ligaspiel gegen die Zweitvertretung des FC Bayern München, sondern auch zum Erstrundenspiel im DFB-Pokal wurde der alte Reim „Montag ist Schontag“ außer Kraft gesetzt. Getreu unserer eingeschlagenen Protestschiene, an welcher wir bereits in der letzten Saison konsequent festgehalten haben, ist es die logische Konsequenz, dass wir zum Ligaheimspiel gegen die Bayern Amateure sowohl auf optischen wie auch akustischen Support in sämtlicher Form verzichten. Das heißt konkret: Keine koordinierte Stimmung, keine Zaunfahnen, keine Schwenkfahnen, keine Doppelhalter, keine Choreo, kein Infostand, kein Feuer&Flamme, keine HFC-FANKURVE Fahne – ein trister Spieltag, wie ihn sich eigentlich niemand wünscht. „Zuhause protestieren, auswärts boykottieren“ – diese Losung vom letzten Jahr gewinnt nun noch mehr an Bedeutung. Natürlich fällt es uns alles andere als leicht, den Schritt des Stimmungsverzichtes zu gehen. Das Montagsspiele für uns jedoch ein besonders unangenehmer Dorn im Fanauge sind haben wir bereits erläutert, die Gründe sind ebenso bekannt. Nun mussten wir auch im Pokal an einem Montag antreten. „Wie sollen wir damit umgehen?“ Selbstverständlich haben wir uns diese Frage gestellt und sind zu dem Entschluss gekommen, das ein gänzlich protestfreier Pokalfight für uns nicht in Frage kommt. Liga und Pokalwettbewerb sind freilich zwei verschiedene Paar Schuhe und eine differenzierte Betrachtung erachteten wir als sinnvoll, da die Austragung einer Pokalrunde an mehreren Wochentagen (leider) schon etwas länger als Normalität gilt. Der Reibungspunkt, der uns so negativ aufstößt, ist jedoch bei beiden Partien der gleiche! Für uns ist das Problem fanunfreundlicher Anstoßzeiten ein übergeordnetes. Ein grundlegender Sachverhalt, der mit der Einführung von Montagsspielen in der 3. Liga den bisherigen Zenit erreichte und den wir so schlichtweg nicht hinnehmen möchten. Deshalb haben wir uns in der Gemeinschaft der HFC-Fanclubs nach einiger Diskussion zur dargebotenen Herangehensweise entschieden. Uns ist es ein Anliegen, jedem Zuschauer vor dem TV-Gerät und jedem Stadionbesucher im KWS unmissverständlich klarzumachen, dass es sich nicht um ein „gewöhnliches“ Spiel handelt, wenn der Montag als Spieltag auserkoren wird. Die Mannschaft kann sich normalerweise auf unsere lautstarke Unterstützung verlassen – sie ist natürlich der Leidtragende. Natürlich kann das Team nichts dafür, den Spielplan hat der Verband zu verantworten, bzw. private Unternehmen wie die Telekom, welche aufgrund der grenzenlosen Vermarktung des Fußballsports mächtig abkassieren. Wenn wir in der HFC-FANKURVE die gern gesehene, „gewohnte Show“ abziehen, machen wir das Produkt des Montagsspiels nur umso attraktiver für den Konsumenten vor dem TV. Zur Erinnerung: Hier wird sich auf dem Rücken der treuen Fans im Stadion, welche aufgrund irrsinniger Anstoßzeiten der Spielbesuch erschwert oder gar unmöglich gemacht wird, eine goldene Nase verdient. Unser Protest ist für alle Fans gedacht, die ihren Verein auch bis ans Ende der Welt folgen würden, die ihn immer begleiten, auf all seinen Wegen. Die Urlaubstage opfern, um einfach nur am Start sein zu können. Doch irgendwann ist auch das Maß beim treuesten Fan voll – die aktuell vorherrschende Zerstückelung des Spieltages ist auf Dauer nicht zumutbar! Der HFC hat sich als Verein öffentlich gegen Montagsspiele ausgesprochen, was wir sehr begrüßt haben. Jedoch tut sich in der öffentlichen Debatte kaum etwas. Anfangs sollten beide beteiligten Städte eines Montagsspiels nicht mehr als 300(?!) Kilometer trennen – alles nur Schall und Rauch, wie wir heute wissen. Der Fan wird verarscht und ist weiterhin ein kleines Zahnrad in der verfluchten Maschine. Doch wir haben die Schnauze voll! Wir wollen nicht mit wehenden Fahnen und lautstarkem Gesang über den Missstand hinwegtäuschen. Dies ist kein Befehl zum Schnauze halten, auch keine Aktion gegen die Mannschaft oder unseren geliebten HFC in Gänze. Dies ist ein weiteres Ausrufezeichen für Faninteressen, welche in der jüngeren Vergangenheit im gesamten Bundesgebiet immer wieder Anlass für verschiedenste Protestformen waren. Kurzum: Wer nicht protestiert akzeptiert den Ist-Zustand. Für uns wurde jedoch die rote Linie eindeutig überschritten!

NUR ZUSAMMEN gegen Montagsspiele!

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Fußball muss bezahlbar sein – auch ein Landespokalfinale!

Am Mittwoch erreichte uns HFC-Fans die Nachricht, welche Eintrittspreise für das Finale des FSA-Pokals angedacht sind. Angesichts der schlichtweg abartigen Preise sahen wir uns genötigt möglichst schnell in Form dieses Textes zu reagieren. 15 Euro für einen Stehplatz im Friedensstadion zu Halberstadt – dieser Umstand stellt für uns die medial oft zitierte „neue Dimension“ dar. Eine neue Dimension der Frechheit und ein Arschtritt in unsere Richtung. Kaum zu glauben, aber letztendlich wahr: 10 Euro auf der grünen Wiese in Bernburg sind längst nicht das Ende der Fahnenstange. Dass man die Treue von uns HFC-Fans, welche bekanntermaßen auch die Partien im Landespokal recht zahlreich besuchen, für finanzielle Mehreinnahmen nutzt, ist leider keine Neuigkeit. Irgendwann ist aber auch für die treuesten Anhänger Schluss mit der Herrlichkeit. Für den Preis von 15 Euro bekommt man, wenn man denn will, Bundesligafußall vom Stehplatz aus geboten. Ohne das Friedensstadion herabwürdigen zu wollen, aber 15 Euro für einen Steher sind nicht mit den Rahmenbedingungen des Spiels und des Stadions in Einklang zu bringen, erst recht nicht wenn man den Vergleich zu höherklassigen Ligen zieht. Wir haben die Schnauze voll von der Abzocke im Mantel des Pokalwettbewerbs und fordern eine faire Preisgestaltung. Beide Finalteilnehmer haben eine tolle Saison gespielt und ein Pokalfinale ist immer ein besonderes Ereignis, die Vorzeichen für ein denkwürdiges Fußballfest sind gegeben. Wer jedoch Veranstalter eines solchen Fußballfestes sein möchte darf jedoch nicht vergessen, wer neben ansehnlichem Sport auf dem Rasen wesentlich für einen feierlichen Rahmen des Ganzen ist – die zahlenden Fans und Zuschauer jenseits des Platzes. Wir fordern den Fußballverband Sachsen-Anhalt (kurz FSA), welcher für die veranschlagten Preise die Verantwortung trägt, im Interesse aller Fans dazu auf die Preisschraube nach unten zu drehen und die Weichen für ein fanfreundliches Pokalspektakel zu stellen! Andernfalls sehen wir uns gezwungen von einem Besuch des Spiels in Halberstadt abzusehen. Bleiben die horrenden Preise geht‘s für uns nicht auf die Reise!

HFC-FANKURVENRAT
im Namen der HFC-Fanclubs