Der Fußball im Bann der Gesetzeshüter!?

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Wasserwerfer im Steigerwaldstadion Erfurt

Oder: Das freundschaftliche Fußballspiel Erfurt-Halle!
Bereits im Vorfeld kritisierte der HFC-FANKURVENRAT das von der Polizei geplante Sicherheitsspiel mit der Vorgabe einer strikten Fantrennung. Von einer Fantrennung
ist uns am Spieltag selbst nichts bekannt, konnte man doch an vielen Ecken der Stadt Erfurter und Hallenser Fans friedlich, teilweise in gemeinsamer Runde antreffen. Einige Dinge ließen jedoch absolut zu wünschen übrig: Seien es die zwei Wasserwerfer am Stadion, das Alkoholverbot im Stadion, die 3.-€ Sicherheitszuschlag oder auch der übertriebene Einsatz gegen befreundete Fangruppen aus Erfurt und Halle. Leider wiederholten sich die Dinge, wie schon die Jahre zuvor und wir mussten wieder einmal feststellen, dass es ohne die Anwesenheit der Polizei, allen voran der äußerst arrogant auftretenden BFE, zu keinerlei Problemen und schon gar nicht zu Straftaten gekommen wäre. Kurz zum Hintergrund: Knapp 150 Fans aus Erfurt und Halle versammelten sich bereits am Vormittag in einer Kneipe abseits der Altstadt und feierten dort gemeinsam ohne Zwischenfälle. Nach dem Abmarsch aus der Gaststätte gegen 12.15 Uhr formierte sich die bis dahin nicht in Erscheinung getretene BFE-Einheit der Polizei. Diese stoppte den Tross auf halbem Weg und entschied die Richtung vorzugeben. Ohne einen ersichtlichen Grund begannen sich die Ordnungshüter nun aufzuspielen. Als der Pulk dann in eine Seitenstraße in der Nähe des Stadions einbog, wurden vereinzelte Polizisten gegenüber den Fans handgreiflich und schubsten diese in Richtung Fußweg. Hier wurde aus unserer Sicht klar ein Vorfall provoziert. Nach einigen Unmutsbekundungen sperrte die BFE die komplette Seitenstraße. Eine Begründung für diese Anordnung gab es nicht. Als anwesende Vertreter der HFC-FANKURVE diese Maßnahme hinterfragten, wurden sie sofort zur Personalienfeststellung gebeten. Dies erzeugte Unmut auf Seiten der Fans, was die BFE-Einheit mit sofortiger Härte beantwortete.

EFinfo

Infozettel am Versorgungsstand

 Dabei wehrten sich einige Fans dagegen, welche wenige Zeit später dann aus der Masse herausgezogen wurden, was erneut Ärger hervorrief.
Wir möchten an dieser Stelle festhalten, dass es ohne die anwesende Polizei zu KEINER strafbaren Handlung gekommen war und auch nicht gekommen wäre. Hier wurde wieder einmal provoziert, um auf eine Reaktion zu hoffen, die leider durch einzelne Personen dann auch erfolgte. Dieses Schauspiel in Erfurt durften wir nun schon zum dritten Mal in Folge erleben. Wir sehen den Einsatz der Beamten vor diesem Hintergrund mittlerweile als eine durchaus gewollte Tat an. Wir müssen nach dem Spiel hinterfragen, wer solche Einsätze plant. Zu hinterfragen sind ebenso die anfallenden Kosten für diesen vollkommen übertriebenen Polizeieinsatz, einschließlich des Auffahrens zweier unnötiger Wasserwerfer. Wieder einmal zeigte sich, dass nicht nur so genannte „Problemfans“ im Fußball ein Problem darstellen, sondern eben auch übermotivierte Polizeibeamte. Diese müssen in die Verantwortung genommen werden, weil sie aus unserer Sicht zum wiederholten Mal bewusst Entgleisungen von Fans provozierten und wieder dafür sorgten, dass ein bis dato entspannter Fußballtag gestört wurde.
Neben der Kritik an dem Polizeieinsatz müssen wir aber auch die 3.-€ Sicherheitszuschlag des RWE kritisieren. Man kann sich nicht auf der einen Seite an den Versorgungsständen für die übertriebenen Sicherheitsvorkehrungen der Polizei und des Ordnungsamtes entschuldigen, aber dann beim Sicherheitszuschlag mit 3.-€ voll abkassieren. An der Stelle hätte man auch ein klares Signal gegen das Sicherheitskonzept bringen können.

HFC-FANKURVENRAT
im Namen der HFC-Fanclubs

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