Betretungsverbote…, die nächste Reaktion des OB!?

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Eine Woche ist vergangen, seit wir uns mit dem offenen Brief zur Versetzung von Herrn Steffen Kluge an den Oberbürgermeister der Stadt Halle gewandt haben. Bis heute haben wir KEINE Reaktion aus dem Rathaus erhalten. Auf unsere Bitte nach einem Gespräch gab es weder einen Terminvorschlag noch wurden uns die Gründe für die eventuelle Versetzung oder ein Dementi genannt. Auch sonst herrscht an dieser Stelle das berühmte Schweigen im Wald. Herrn Kluge, welcher aktuell noch im Amt ist, wurde zum Thema ein Maulkorb aufgesetzt, was auch hier die Arbeit wesentlich erschwert. Anstelle des Oberbürgermeisters meldete sich gestern eine völlig unerwartete Partei zu Wort: Die Polizei Halle. Diese überbrachte zahlreichen HFC-Fans gestern Abend zwischen 19-21 Uhr ein Betretungsverbot für das Spiel am Samstag. Personen, die man nicht zuhause antraf, wurden heute auf der Arbeit besucht und dort bloßgestellt. Das passierte, obwohl es nach Vorfällen in der Vergangenheit eine klare Aussage der Polizeiführung gab, diese Herangehensweise in Halle nicht mehr zu praktizieren. Neben den zahlreichen fadenscheinigen, persönlichen Begründungen schlug bei uns doch gerade die zentrale Begründung ein, warum es nun einen Tag vor dem Spiel gegen Fortuna Köln wichtig sei, HFC-Fans der aktiven Fanszene einen Platzverweis zu erteilen: Die Erklärung lag in unserem offenen Brief an den Oberbürgermeister der Stadt. Nicht nur, dass die hallesche Polizei nicht weiß, dass Herr Kluge Sozialarbeiter und Mitarbeiter der Stadt ist und kein Fanbeauftragter. Nein, auch die Bezeichnungen der Fanverbände vermochte man nicht richtig abzuschreiben. Zu aller Härte führte der zitierte Text, dass die „Balance zwischen Verein, Fans und Sicherheitsinstitutionen massiv gestört bzw. auf längere Sicht destabilisiert IST (im Original: WIRD)“ zur Einschätzung einer stark feindschaftlichen Grundhaltung der Szene gegenüber der Stadt und der Polizei zum anstehenden Heimspiel. Nicht nur, dass unser Brief falsch zitiert wurde. Er führt durch das schlichte Vertauschen von zwei Worten in der grammatischen  Zeitform zu einer vollkommen falschen Einschätzung der Lage. Wir können diese Einschätzung der Polizei nicht teilen, betrachten jedoch die Situation gerade nach den unverhältnismäßigen Betretungsverboten als unnötig aufgeheizt. Dies hat vor allem mit dem nicht eingeräumten Recht auf Anhörung zu tun als auch mit der Kürze der Zeit, in der die Verbote ausgehändigt wurden, wodurch keine Möglichkeiten mehr bestehen, sich rechtlich dagegen zur Wehr zu setzen. Wir können diese Maßnahme nicht verstehen und verurteilen diese Zuspitzung der Situation. Wir können nur hoffen, dass dies nicht mit der geplanten Absetzung des Fanprojektleiters zu tun hat. Falls dies doch der Fall sein sollte, können wir schon jetzt sagen, dass es der falsche Weg ist. Wir können an der Stelle allen betroffenen HFC-Fans nur raten, sich rechtlichen Beistand zu besorgen, auch wenn dies für das morgige Heimspiel keinen Erfolg mehr verspricht. Den Oberbürgermeister der Stadt fordern wir nochmals auf, das Schweigen zu brechen und Klarheit in die Personalie Steffen Kluge zu bringen. An die Polizei möchten wir appellieren, den ruhigen sachlichen Weg wieder einzuschlagen, welcher in direkter Zusammenarbeit des Fanprojektes, der Stadt Halle, der Polizei, aber auch den Fangremien eingeschlagen wurde.

HFC-FANKURVENRAT

HFC-Fanszene e.V.

Saalefront-Ultras

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