Offene Fragen zum Fanprojekt der Stadt Halle

Sehr geehrter Herr Dr. Wiegand, sehr geehrter Herr Paulsen,

leider haben Sie bis heute nicht auf interne und öffentliche Schreiben der HFC Fanverbände, Partnerorganisationen und einzelner HFC Fans reagiert. Da Sie die Absetzung von Herrn Steffen Kluge als Fanprojektleiter lediglich über die Medien rechtfertigen, möchten wir unser Unverständnis über Ihre unverantwortliche Handlungsweise ebenfalls öffentlich kundtun.

Wir sind über Ihre mediale, sehr widersprüchliche Darstellung zu den Verantwortlichkeiten und Versetzungsgründen äußerst irritiert.

Zunächst boten Sie über die Mitteldeutsche Zeitung ein klärendes Gespräch Ihrerseits mit den HFC Fans an. Später verwiesen Sie gegenüber TV Halle auf den Grundsatzreferenten Herrn Oliver Paulsen als Verantwortlichen für die Absetzung des Fanprojektleiters. Danach sagten Sie, die von Ihnen angekündigte Neuausrichtung der Halleschen Fanprojektarbeit würde den HFC Fans erst der neue Leiter des Projektes erklären.

Zuletzt haben Sie gegenüber der MZ erklärt, die Fanprojektarbeit läuft mit den verbliebenen Mitarbeitern zunächst weiter wie bisher.
Wir möchten Ihrer Darstellung grundsätzlich widersprechen. Es erfolgt nach der abrupten Absetzung der Fanprojektleitung mitnichten eine unveränderte Arbeit der sozialpädagogischen Fanbetreuung beim Halleschen Fußballclub.

Im Gegenteil, die Atmosphäre innerhalb der HFC Fangemeinde ist durch Ihren Eingriff in ein stabiles, konstruktives und vertrauensvolles Beziehungssystem zwischen Verein, Polizei und Fanszene massiv gestört worden. Die gesamte aktive HFC Fanszene hat den Kontakt zum Fanprojekt eingestellt. Die langfristig negativen Folgen für den Fanprojektstandort Halle sind dabei nicht absehbar.

Fest steht aber, in folgenden Bereichen findet derzeit keine Fanprojektarbeit mehr statt:

1. Kein Kontakt zur Zielgruppe
– Keine Einzelfallarbeit (Abbruch von Einzelfallhilfen)
– Keine Gruppenarbeit (fehlender Zugang zu HFC-Fangruppierungen)
– Keine Nutzung des Offenen Treffs im Fanhaus in der Woche und bei Heimspielen
– Keine Nutzung der Fanprojekt-Räumlichkeiten durch Fanverbände und Fanklubs
– keine ehrenamtliche Mitarbeit durch HFC Fans im Fanprojekt

2. Keine Spieltags-Betreuung von HFC Fans bei Auswärtsspielen

3. Keine Öffentlichkeitsarbeit u.a. Aktualisierung der Internetpräsentationen (Facebook)

4. Keine Sendung des HFC Fanradios

5. Keine Durchführung des HFC Halbzeitspiels

Da wir nach dem Besuch von DFB Präsident Herrn Grindel in Halle über die Medien nun von einem weiteren Gesprächsangebot Ihrerseits erfahren haben, möchten wir dieses Angebot erneut annehmen und bitten nochmals um einen konkreten Gesprächstermin.

Wir müssen allerdings, trotz medialer Ankündigungen, davon ausgehen, erneut keinen Gesprächstermin von Ihnen zu erhalten. Daher werden wir dafür die Einwohnerfragestunde im öffentlichen Teil der Stadtratssitzung am kommenden Mittwoch, den 26.4.2017 um 14:00 Uhr, wahrnehmen.

Damit Sie sich auf die Fragen vorbereiten können, senden wir Ihnen diese Fragen im Vorfeld zu:

1. Nach aktuellen Medienberichten liegt der Versetzung von Steffen Kluge, laut ihrer Aussage, kein Fehlverhalten, sondern eine Verwaltungsvorschrift zum 3-jährigen Wechsel von Leitungsfunktionen innerhalb der halleschen Stadtverwaltung, zu Grunde.
– Warum erfolgte der Wechsel dann abrupt nach 10 Jahren ohne Übergangs- und Einarbeitungsphase eines Nachfolgers, unmittelbar vor den wichtigsten Spielen der Saison?
– Was gab es von Ihnen an der bisherigen Fanprojektarbeit auszusetzen?
– Warum wurde die Fanprojekt-Leiterstelle erst nach Kluges Absetzung, ohne Abstimmung mit den Fördermittelgebern, dem HFC und der HFC Fanszene ausgeschrieben?

2. Sie haben öffentlich die Jobrotation im Fanprojekt Halle mit dem Einsatz neuer szenekundiger Beamter innerhalb der Polizeidirektion Süd begründet.
– Was verstehen Sie unter Jobrotation?
– Welchen Zusammenhang sehen Sie zwischen einem von Ihnen angekündigten Personalwechsel innerhalb der Polizei und der Personalentwicklung im Streetwork Fanprojekt der Stadt?

3. Warum ist das Fanprojekt als klassisches Jugendhilfeprojekt direkt dem OB Büro angegliedert und nicht wie bundesweit üblich dem Fachbereich Jugend und Soziales oder Trägern der Freien Jugendhilfe zugeordnet?

4. Das Fanprojekt Halle wurde vom DFB für seine Bildungsreisen unter der Federführung von Steffen Kluge ausgezeichnet.
– Warum wurde Herrn Kluge, dessen Vertrauensbasis zu den HFC Fans die unverzichtbare Grundlage für die Durchführung von Bildungsreise-Projekten darstellt, nicht berücksichtigt und somit bewusst die Durchführung der sehr langfristig geplanten Bildungsreise nach Rumänien im Juni gefährdet.

5. Angekündigte Neuausrichtung der Fanprojektarbeit am Standort Halle
– Wie soll diese Neuausrichtung konkret aussehen?
– Wie kann Ihrer Meinung nach professionelle soziale Arbeit mit HFC-Fans gestaltet werden?
– Wie soll die mit DFB Präsident Herrn Grindel abgesprochene Mitbestimmung der HFC-Fanszene bei der Stellenneubesetzung tatsächlich umgesetzt werden?

Mit rot-weißen Grüßen

HFC FANKURVENRAT,
HFC-Fanszene e.V.,
Saalefront Ultras

Die Zusammenarbeit mit dem Fanprojekt Halle wird mit sofortiger Wirkung und auf allen Ebenen eingestellt!

Nun ist es amtlich!
Oberbürgermeister Bernd Wiegand hat Steffen Kluge versetzt, der somit seit diesem Montag nicht mehr Leiter des Streetwork-Fanprojektes Halle ist!Für uns als HFC-Fans ein Schock!
Um es klar zu sagen: Herr Wiegand setzt im Alleingang den Leiter des Fanprojektes ab und zerstört damit 10 Jahre harte Arbeit und die Vertrauensbasis. Für uns ist dieser Alleingang nicht hinzunehmen, weshalb wir die Zusammenarbeit mit dem Fanprojekt Halle bis zur vollständigen Klärung der Situation bezüglich der Weiterführung der Arbeit im Allgemeinen sowie die Personalentscheidung im Speziellen konsequent und in allen Bereichen einstellen!

Das betrifft konkret die ehrenamtliche Betreuung des Fanhauses an Spieltagen durch die aktive Fanszene sowie die komplette Nutzung des Fanhauses durch uns; sei es zu den Fantreffs am Dienstag oder den Treffen im Rahmen der Fanarbeit des HFC-Fanszene e.V., des HFC-FANKURVENRATs sowie der Ultraszene. Ebenso stellen wir die ehrenamtliche Arbeit des HFC-Fanradios und des Halbzeitspiels ein, welche durch das Fanprojekt Halle initiiert, unterstützt und über Jahre begleitet wurde.

Wir haben uns zu diesen schweren Schritten entschieden um aufzuzeigen, dass die Arbeit des Fanprojektes vor allem durch den Einsatz des Fanprojektleiters, Herrn Kluge, geprägt ist und nicht einfach (wie in einer Werkstatt für Ersatzteillager) auszutauschen ist. Immerhin handelt es sich hier um ein sehr spezielles Handlungsfeld der Jugendsozialarbeit.

Das Fanprojekt Halle und die soziale Arbeit mit HFC-Fans, insbesondere der jüngeren Generation, gehören nachweislich zu den besten in Deutschland!
Was heißt das konkret? Die bewusste Auswahl des Standortes, die Sanierung des Fanhauses durch HFC-Fans, der über die Jahre gewachsene und gut besuchte Fan-Treff an Spieltagen für Fans aller Couleur, der Kontakt und die Arbeit an der Fan-Basis, aber vor allem die Akzeptanz und der insbesondere durch die vielen Projekte und Bildungsreisen hervorgerufene Respekt für die kontinuierliche Arbeit.

In den letzten 10 Jahren wurde mit dem Streetwork-Fanprojekt Halle, getreu dem Motto „NUR ZUSAMMEN“, etwas geschaffen, was nicht ansatzweise in Gold aufzuwiegen ist. Steffen Kluge wusste immer wieder den schweren Spagat zwischen Verständnis, Aushandlung und mahnenden Worten zu stehen. In unzähligen Treffen und Gesprächen sorgte er dafür, die Spannungsfelder zwischen den verschiedenen Interessens- und Konfliktparteien abzubauen.

Alle Netzwerkpartner des halleschen Fanprojektes wissen das vor dem Hintergrund ihrer jahrelangen Erfahrung zu würdigen und genau einzuschätzen.

Aktuell gibt es keinen Ersatz für Steffen Kluge! Damit kann die soziale Fanarbeit nicht mehr in gewohnter Weise und im herkömmlichen Umfang aufrechterhalten werden. Uns fehlt das Vertrauen in ein „neues“ Fanprojekt, weshalb wir uns zu diesen Schritten veranlasst, ja gewissermaßen genötigt sehen.

Wir fordern Herrn Wiegand zum wiederholten Mal auf, seine, aus unserer Sicht, unüberlegte Personalentscheidung fachlich zu begründen und sie vor allem zu überdenken!

HFC-FANKURVENRAT
HFC-Fanszene e.V.
Saalefront-Ultras

Betretungsverbote…, die nächste Reaktion des OB!?

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Eine Woche ist vergangen, seit wir uns mit dem offenen Brief zur Versetzung von Herrn Steffen Kluge an den Oberbürgermeister der Stadt Halle gewandt haben. Bis heute haben wir KEINE Reaktion aus dem Rathaus erhalten. Auf unsere Bitte nach einem Gespräch gab es weder einen Terminvorschlag noch wurden uns die Gründe für die eventuelle Versetzung oder ein Dementi genannt. Auch sonst herrscht an dieser Stelle das berühmte Schweigen im Wald. Herrn Kluge, welcher aktuell noch im Amt ist, wurde zum Thema ein Maulkorb aufgesetzt, was auch hier die Arbeit wesentlich erschwert. Anstelle des Oberbürgermeisters meldete sich gestern eine völlig unerwartete Partei zu Wort: Die Polizei Halle. Diese überbrachte zahlreichen HFC-Fans gestern Abend zwischen 19-21 Uhr ein Betretungsverbot für das Spiel am Samstag. Personen, die man nicht zuhause antraf, wurden heute auf der Arbeit besucht und dort bloßgestellt. Das passierte, obwohl es nach Vorfällen in der Vergangenheit eine klare Aussage der Polizeiführung gab, diese Herangehensweise in Halle nicht mehr zu praktizieren. Neben den zahlreichen fadenscheinigen, persönlichen Begründungen schlug bei uns doch gerade die zentrale Begründung ein, warum es nun einen Tag vor dem Spiel gegen Fortuna Köln wichtig sei, HFC-Fans der aktiven Fanszene einen Platzverweis zu erteilen: Die Erklärung lag in unserem offenen Brief an den Oberbürgermeister der Stadt. Nicht nur, dass die hallesche Polizei nicht weiß, dass Herr Kluge Sozialarbeiter und Mitarbeiter der Stadt ist und kein Fanbeauftragter. Nein, auch die Bezeichnungen der Fanverbände vermochte man nicht richtig abzuschreiben. Zu aller Härte führte der zitierte Text, dass die „Balance zwischen Verein, Fans und Sicherheitsinstitutionen massiv gestört bzw. auf längere Sicht destabilisiert IST (im Original: WIRD)“ zur Einschätzung einer stark feindschaftlichen Grundhaltung der Szene gegenüber der Stadt und der Polizei zum anstehenden Heimspiel. Nicht nur, dass unser Brief falsch zitiert wurde. Er führt durch das schlichte Vertauschen von zwei Worten in der grammatischen  Zeitform zu einer vollkommen falschen Einschätzung der Lage. Wir können diese Einschätzung der Polizei nicht teilen, betrachten jedoch die Situation gerade nach den unverhältnismäßigen Betretungsverboten als unnötig aufgeheizt. Dies hat vor allem mit dem nicht eingeräumten Recht auf Anhörung zu tun als auch mit der Kürze der Zeit, in der die Verbote ausgehändigt wurden, wodurch keine Möglichkeiten mehr bestehen, sich rechtlich dagegen zur Wehr zu setzen. Wir können diese Maßnahme nicht verstehen und verurteilen diese Zuspitzung der Situation. Wir können nur hoffen, dass dies nicht mit der geplanten Absetzung des Fanprojektleiters zu tun hat. Falls dies doch der Fall sein sollte, können wir schon jetzt sagen, dass es der falsche Weg ist. Wir können an der Stelle allen betroffenen HFC-Fans nur raten, sich rechtlichen Beistand zu besorgen, auch wenn dies für das morgige Heimspiel keinen Erfolg mehr verspricht. Den Oberbürgermeister der Stadt fordern wir nochmals auf, das Schweigen zu brechen und Klarheit in die Personalie Steffen Kluge zu bringen. An die Polizei möchten wir appellieren, den ruhigen sachlichen Weg wieder einzuschlagen, welcher in direkter Zusammenarbeit des Fanprojektes, der Stadt Halle, der Polizei, aber auch den Fangremien eingeschlagen wurde.

HFC-FANKURVENRAT

HFC-Fanszene e.V.

Saalefront-Ultras

Offener Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Halle zur Absetzung des Fanprojektleiter des Streetwork Fanprojekt der Stadt Halle

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Wiegand,

Wir, der HFC-FANKURVENRAT, Dachverband von 36 HFC-Fanclubs der HFC-FANKURVE, der HFC-Fanszene e.V., Dachverband der HFC-Fans, die Saalefront-Ultras, Sprecher der Ultraszene, und somit alle relevanten aktiven Fanclubs / Fangruppierungen / Fans des HFC wenden uns an Sie, da uns mit großem Entsetzen und völligem Unverständnis die Information erreichte, dass Steffen Kluge ab sofort nicht mehr in der Funktion des Leiters Fanprojekt Halle aktiv sein wird.

Steffen Kluge hat sich über Jahre, auch schon vor seiner Einstellung als Fanprojektleiter, einen Namen in der so genannten offenen Jugendsozialarbeit gemacht. Bereits im Rahmen seiner Tätigkeit im damaligen Jugendclub „Roxy“ begann er u.a. Kontakte zu Jugendlichen aufzubauen, die ein wichtiger Baustein der Fanszene des HFC waren und sind. Diese Sozialkontakte konnte er später im Aufbau, in der Organisation, Gestaltung und Entwicklung des Streetwork Fanprojektes nutzen. Dieses Handlungsfeld der sozialen Arbeit mit jugendlichen HFC-Fans ist bekanntermaßen mit einem hohen Maß an Kontinuität, vor allem aber mit höchst sensibler Vertrauensbildung verbunden, um sich überhaupt gesellschaftsrelevanten Themen, wie politischer Extremismus oder Gewalt, widmen zu können. Die unzähligen realisierten Projekte bestätigen, dass die Arbeit Kluges von HFC-Fans angenommen wird, dass er den nötigen Respekt in der Fanszene genießt und er seinen pädagogischen Einfluss insbesondere in problematischen Situationen geltend machen kann, was wiederum die ehrliche, vertrauensvolle Arbeit an der `Fanbasis´ erfordert. Auch bundesweit genießt Steffen Kluge als Leiter des Fanprojektes Halle höchstes Ansehen, so zum Beispiel in den Netzwerken der Koordinationsstelle der Fanprojekte (KOS) sowie innerhalb der Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte (BAG). Die überdurchschnittliche Arbeit von Herrn Kluge wurde entsprechend mit der Vergabe des Qualitätssiegels der KOS nach dem nationalen Konzept Sport und Sicherheit im Jahre 2012 und mit der Verleihung des Julius-Hirsch-Preises durch den DFB im Jahr 2015 gewürdigt.
Seit dem Projektstart im Jahre 2006 entwickelte Herr Kluge über die letzten 10 Jahre vertrauensvolle Kommunikationsstrukturen zwischen dem HFC und seinen Fans, Verbänden, der Polizei, den Medien und anderen Institutionen und etablierte sich hierbei als anerkannter, kompetenter Vermittler in diesem hochkomplexen, spannungsgeladenem Aktionsfeld.

Das plötzliche Herauslösen von Herrn Kluge aus seiner Funktion als Fanprojektleiter – ohne erkennbaren Grund – wird die im bundesweiten Vergleich sehr ausgewogene Balance am Standort Halle zwischen Verein, Fans und Sicherheitsinstitutionen massiv stören und auf längere Sicht destabilisieren. Diese personelle Einzelmaßnahme produziert Konsequenzen, die in ihrem Ausmaß nicht absehbar sind, sowohl für die Fanszene des HFC als auch für das Fanprojekt selbst. Wie sollen die über Jahre aufgebauten Kontakte und Netzwerke `ersetzt´ werden? Was passiert mit den künftig durch Steffen Kluge geplanten Projekten? Wie soll die Vertrauensbasis für diese spezifische Form der Sozialarbeit mit einer potenziell neuen Fanprojektleitung hergestellt werden? Auch, wie soll die Arbeit in den nächsten Wochen und Monaten aussehen? Die neu installierte Leitung würde von der sensiblen Fanszene des HFC niemals zeitnah akzeptiert werden und würde Jahre eines Neuaufbaus bedeuten. Wie soll da eine soziale Arbeit an der `Basis´ erfolgen? Warum gewachsene Strukturen und Vertrauensverhältnisse zerstören? Und die wohl allerwichtigste Frage von allen: Welchen Grund hat die Absetzung von Herr Steffen Kluge?

Wir bitten Sie, die Entscheidung, Herrn Kluge von seiner Aufgabe zu entbinden, zu überdenken! Wir als Fanszene des HFC können und wollen diese Entscheidung nicht so hinnehmen da sich diese jeglicher Grundlage entzieht!

Wir bitten Sie zeitnah um einen Gesprächstermin, um die Folgen dieser abrupten Personalentscheidung auf die aktuell noch stabile, aber stets fragile Konstellation aller Beteiligten aus der Sicht der Fanvertretungen zu erläutern.

Mit rot-weißen Grüßen

HFC-FANKURVENRAT
HFC-Fanszene e.V.
Saalefront-Ultras

Appell an alle HFC-Fans, Mitglieder, Freunde und Förderer

06 (1).JPGAm letzten Samstag verlor der HFC mehr als unglücklich sein erstes Heimspiel dieser Saison im heimischen KWS gegen die Mannschaft aus Großaspach. Trotz unzähliger Chancen konnte unser Team wieder nicht die Chance nutzen, auf einen Aufstiegsplatz zu klettern. Doch anstatt die Mannschaft nach dem 0:1 lautstark zu unterstützen, herrschte fast Friedhofatmosphäre im Stadion. Einige Personen meinten sogar, die Spieler auspfeifen zu müssen und zu beschimpfen. Eine Mannschaft, die nach dem 0:1 in eine Art Schockstarre fiel, bekommt an Stelle motivierender Stimmung den halleschen Erfolgshammer zu spüren. Bei aller verständlicher Enttäuschung wird hierbei jedoch vergessen, dass wir zur Zeit eine der erfolgreichsten Spielserien hinlegen. Noch immer einen Punkt hinter Platz 3 und vier Punkte hinter Platz 2. Es gibt keinen (!!!) in der Mannschaft oder im Verein, der diese Möglichkeit des Aufstiegs nicht nutzen möchte. Viele stellen sogar die Frage, ob dies der Verein bzw. sein Vorstand überhaupt anstrebt? Wir stellen uns hingegen umgekehrt die Frage, ob dies die Fans, die Stadt, die Sponsoren und das ganze Umfeld wollen? Euphorie sieht anders aus! Diese können wir sowohl bei den Zuschauerzahlen als auch bei der Stimmung in und um das Stadion bisher nicht verspüren. Wer aufsteigen will, meckert seine Jungs nicht nach einem 0:1 aus, sondern pusht sie! Wer aufsteigen will, kommt ins Stadion und unterstützt die Mannschaft aktiv! Wer aufsteigen will, meldet sich nicht plakativ in den Medien zu Wort und betreibt gefühlt Wahlkampf, anstatt dem HFC unter die Arme zu greifen. Denn nicht zuletzt auch aufgrund der schwachen sportlichen Infrastruktur in Halle muss die Mannschaft im Winter Trainingsplätze regelrecht suchen! Bis heute wurde der geplante Kunstrasenplatz am Stadion nicht gebaut. Überhaupt wartet man bis heute auf den Start des neuen Nachwuchsleistungszentrums. Auf der Suche nach dem mehrfach gewünschten Stürmer vermissen wir auch den Willen der Sponsoren und Förderer des Vereins, aufsteigen zu wollen! Denn auch dort könnte Unterstützung anders aussehen. Ebenso trifft das auf die Medien zu, die den Fußball in Halle lieber zerfleischen als positiv nach vorn zu gehen für ein gemeinsames Ziel. Auch wir sehen viele Dinge kritisch und würden uns eine manchmal offensivere Herangehensweise wünschen. Jedoch wird dies im Dialog mit dem Verein diskutiert und muss nicht Bestandteil einer Tageszeitung sein, da so auf medialer Ebene nur zusätzliche Unruhe gestiftet wird, die kein Fußballclub der Welt gebrauchen kann. Wir wollen an dieser Stelle nochmal festhalten, dass sachliche Kritik erwünscht ist. Diese sollte jedoch an der richtigen Stelle geäußert werden und sie sollte vor allem das Ziel haben, unseren HFC gemeinsam nach vorne zu bringen. Wir sind ein solide arbeitender Verein mit einer Fanszene, die hinter ihrem Verein und der Mannschaft steht. Das machte unseren HFC in den letzten Jahren aus und hat uns insbesondere im letzten Jahr vor dem Abstieg gerettet. Also anstatt Unmut und Enttäuschung nur auf die Mannschaft und den Vorstand abzuwälzen, sollte sich jeder ganz persönlich hinterfragen, ob wir ALLE den sportlichen Erfolg wollen und was wir dafür tun. Getreu dem Motto: „NUR ZUSAMMEN!“ ist es auch nur zusammen zu schaffen! Statt zu meckern, gilt es zu klotzen! Meckern ist einfach und kann jeder! Zeigt, dass wir Halle sind aas! Packen wir es gemeinsam an!
NUR ZUSAMMEN!

HFC-FANKURVENRAT
im Namen der HFC-Fanclubs

 

Hinweise zur 50 Jahre HFC Fanparty

Bevor am morgigen Abend die 50 Jahre HFC-Fanparty im Volkspark beginnt, wollen wir euch noch einige wichtige Hinweise mit auf den Weg geben.

Der Einlass erfolgt ab 18 Uhr ausschließlich über den Eingang Burgstraße!
Der Zugang über die Kleine Gosenstraße ist nur Versorgungs- und Rettungsfahrzeuge vorbehalten!
Die Rollstuhlfahrer kommen ebenfalls über den Eingang in der Keinen Gosenstrasse zur Veranstaltung.
Rollstuhlfahrer und/oder ihre Begleiter können sich zur Unterstützung jederzeit an Personen aus dem Organisationsteam wenden.
Es wird eine Abendkasse geben, an der Restkarten verkauft werden. Dazu gibt es morgen vor dem Spiel am Marathontor noch die Möglichkeit, den VVK für die abendliche Party zu nutzen.
Das Programm beginnt 19 Uhr!

Im gesamten Haus herrscht absolutes Rauchverbot! Wir möchten euch dringend bitten, dieses einzuhalten. Die Rauchmelder im Haus sind direkt mit der Feuerwehr verbunden. Es gibt einen großzügigen Raucherbereich auf der Terrasse vor dem Haus.
Eine bewachte Garderobe ist vorhanden.
Große Taschen, Glasflaschen sowie mitgebrachte Speisen und Getränke sind nicht erwünscht. Am Einlass wird es eine Kontrolle geben!
Ebenfalls ist das Bekleben und Bemalen der Räumlichkeiten untersagt!

Den „Volkspark“ (zugleich auch Name der Haltestelle) erreicht ihr bequem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.
– Ab dem Stadion (Kantstraße): Linie 8 (Richtung Trotha)
– Ab dem Hauptbahnhof: Linie 9 zunächst bis Franckeplatz, dort Umsteigen in Linie 8 (Richtung Trotha)
Wir möchten euch bitten, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen, da die Parkmöglichkeiten vor Ort mehr als begrenzt sind. Die Eintrittskarte für unser Heimspiel gegen Mainz II gilt  noch bis 17:45 Uhr als kostenfreie Nutzung der Straßenbahn!

Wir freuen uns auf euch!

Hallescher Fussball Club e.V.
HFC-FANKURVENRAT
HFC-Fanszene e.V.
Streetwork Fanprojekt Halle

50 Jahre HFC Fanparty – Programm

 

vvk50jahre-hfc-ffAm Samstag hat das lange Warten endlich ein Ende. Nach dem Heimspiel gegen Mainz II steigt im Volkspark die große rot-weiße Sause zum 50-jährigen Bestehen unseres geliebten HFC. 50 Jahre, die es gebührend zu feiern gilt! Der Hallesche Fussball Club hat sich zusammen mit dem HFC-FANKURVENRAT, dem HFC-Fanszene e.V. und dem Fanprojekt Halle ein tolles Rahmenprogramm einfallen lassen!

So erwarten euch nicht nur ein fußballtypisches Buffet, eine Tombola mit hochkarätigen Preisen, wie ein komplettes Wochenende zum letzten Auswärtsspiel der Saison nach Kiel sowie eine kleine Überraschung für jeden Gast, welche im Eintrittspreis inklusive sind. Nein, auch alte Haudegen werden euch in Podiumsdiskussionen Rede und Antwort stehen und über alte Zeiten berichten. Dazu begrüßt euch das Präsidium des HFC und die erste Männermannschaft. Ebenfalls wird es eine Ausstellung mit zahlreichen Exponaten rund um die Geschichte des HFC geben (hier werden noch alte Trikots – Zeitraum vor 1990 – benötigt! Wer solche besitzt, kann sich gerne an info@hfc-fankurve.de wenden). Hallodri steht für langersehnte Fotos für jung und jung gebliebene zur Verfügung. HFC-TV wird den Abend begleiten und einige Interviews vor der bekannten Sponsorenwand führen. Der HFC-Fanblog hat zahlreiche Bilder aus 50 Jahren HFC gesammelt und lässt diese über die Leinwand flimmern. Der Abend wird durch Udo Becker und unserem Stadionsprecher Markus Hein moderiert. Ein DJ sorgt für die musikalische Begleitung des Abend. Zum Schluss bittet noch eine hallesche Liveband zum Tanz. Das alles sind nur Teile des umfänglichen Programms, was den Abend für jeden HFCer unvergesslich machen soll.

Wer im 50 Jahre Trikot des HFC kommt, erhält am Eingang zwei Biergutscheine.

Wo wir gerade bei Bier sind: Dieses gibt es neben alkfreien Getränken zu fanfreundlichen Preisen. Aber auch für die weiblichen Gäste und Freunde der gepflegten Getränke ist an diesem Abend gesorgt. Der komplette Gewinn des Abends geht an den Nachwuchs des HFC.

Die Karten für 19,66.-€ (HFC-Mitglieder 14,66.-€) erhaltet ihr bis Freitag nur im Wosz-Fanshop.

Also, nach dem Heimspiel alle in rot-weiß in den Volkspark!